Landesregierung beschließt neuen Stufenplan

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigten,

die Landesregierung hat beschlossen, dass Schulen in Landkreisen, die ab dem 17. Mai nicht mehr unter die sogenannte „Bundesnotbremse“ fallen, weitere Öffnungsschritte vollziehen können. Im Einzelnen bedeutet dies für uns als Grundschule folgendes:

Stufe 1 (Inzidenz unter 100)

  • Die Klassen 1 bis 4 kehren in den Präsenzunterricht zurück und lernen wieder jeden Tag in der Schule (eingeschränkter Regelbetrieb).
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen in festen Gruppen.
  • Din Durchführung der Selbsttests (Testpflicht) bzw. die Vorlage eines Nachweises aus einem Testzentrum bleibt bestehen.
  • Die Abstandsregeln und Maskenpflicht gelten weiterhin.

Diese Stufe tritt nach Rücksprache mit dem Schulträger und dem Gesundheitsamt in Kraft, sobald ein Landkreis an 5 Werktagen hintereinander eine Inzidenz unter 100 aufweist.

Stufe 2 betrifft die Jahrgangstufen 7 aufwärts, daher erläutere ich das Vorgehen an dieser Stelle nicht.

Bei einer anhaltenden Inzidenz über 100 bzw. 165, gelten weiterhin die Ihnen bekannten Regelungen der „Bundesnotbremse“.

Versetzungen im aktuellen Schuljahr

Die Leistungsfeststellung und -bewertung erfolgt im aktuellen Schuljahr 2020/2021 in den verschiedenen Jahrgangsstufen auf der Grundlage von Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht. Aufgrund der Gleichwertigkeit der unterschiedlichen Unterrichtsformen haben diese grundsätzlich keinen Einfluss auf die Leistungsbewertung, sind jedoch angemessen zu berücksichtigen.

Das Zeugnis am Ende des Schuljahres weist den Leistungsstand aus, der während des gesamten Schuljahres erreicht wurde. § 19 Abs. 1 VOGSV sieht vor, dass Fachnoten, die zum Ende des Schuljahres erteilt werden, die Leistungen der Schülerin oder des Schülers des gesamten Schuljahres unter Berücksichtigung der individuellen Lernentwicklung zugrunde zu legen sind, wobei der erreichte Leistungsstand am Ende des Schuljahrs den Schwerpunkt bildet.

Freiwillige Wiederholung (nach § 75 Abs. 5 HSchG und § 21 VOGSV)

In einer allgemein bildenden Schule können Schülerinnen und Schüler eine Jahrgangsstufe freiwillig wiederholen, wenn zu erwarten ist, dass sie dadurch in ihrer Lernentwicklung besser gefördert werden können. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz auf Antrag der Eltern.

Auf eine freiwillige Wiederholung, die bis 1. Juni 2021 beantragt und von der Klassenkonferenz positiv beschieden wird, findet § 75 Abs. 5 Satz 3 HSchG keine Anwendung; die freiwillige Wiederholung wird auf mögliche künftige Wiederholungen nicht angerechnet. Dies gilt nicht, wenn abweichend von § 21 Abs. 2 Satz 1 VOGSV eine Wiederholung einer Jahrgangsstufe erfolgt, die zum Zeitpunkt der Antragstellung wiederholt wird, da bereits bei der freiwilligen Wiederholung im Zeitraum vom 27. April 2020 bis zum 31. März 2021 eine Nichtanrechnung stattgefunden hat.

„Pädagogische Versetzung“ (nach § 17 Abs. 3 Satz 3 und 4 VOGSV)

Eine Versetzung kann in besonders begründeten Ausnahmefällen auch ohne Ausgleich nicht ausreichender Leistungen erfolgen, wenn besondere Umstände vorliegen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat.

Zu den besonderen Umständen, die die Schülerin oder der Schüler nicht zu vertreten hat, können im Schuljahr 2020/2021 vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie u. a. auch mangelhafte Lernbedingungen im häuslichen Umfeld, hohe Belastung im familiären Bereich, hohe Belastung aufgrund sich verstärkender psychischer Vorerkrankungen, längerfristige Erkrankung, lange Quarantänezeiten, Befreiung vom Präsenzunterricht aus gesundheitlichen Gründen etc. zählen.

Sie können diese Regelungen noch einmal in der nachfolgenden Grafik genauer entnehmen:

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